Geheimtipps auf La Palma

Top 10 Geheimtipps auf La Palma – Die Orte, die nur Einheimische kennen

La Palma ist eine Insel voller Geheimnisse, eine Welt aus tiefen Wäldern, verborgenen Schluchten und vergessenen Dörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Während viele Besucher die bekannten Sehenswürdigkeiten ansteuern, wissen die Einheimischen um die versteckten Schätze, die abseits der Touristenpfade liegen. Diese zehn Orte sind Geheimtipps – faszinierend und voller Geschichten, die darauf warten, entdeckt zu werden.

1. San Andrés – Das koloniale Erbe der Zuckerbarone

San Andrés ist eines der ältesten und charmantesten Dörfer der Insel La Palma, ein Ort, an dem das Erbe der einstigen Zuckerbarone noch heute spürbar ist. Die kleinen Gassen schlängeln sich vorbei an weiß getünchten Häusern mit verzierten Holzbalkonen, während sich der Duft von tropischen Früchten durch die Luft zieht. Entlang der Küste finden sich Spazierwege, die zu versteckten Buchten führen, wo die Wellen des Atlantiks mit unbändiger Kraft auf das Ufer schlagen. Einheimische genießen hier die Ruhe, trinken einen frischen Zuckerrohrsaft und lassen sich von der kolonialen Vergangenheit der Insel erzählen.

Beste Besuchszeit ist der späte Nachmittag, wenn das Licht die Fassaden in warmes Gold taucht. Der Ort ist über die gut ausgebaute LP-1 erreichbar, Parkmöglichkeiten gibt es am Ortseingang.

2. Santo Domingo de Garafía – Ein Dorf aus einer anderen Zeit

Im äußersten Nordwesten der Insel, weit entfernt vom Trubel der Städte, liegt Santo Domingo de Garafía, ein Dorf, das wirkt, als wäre es aus einer anderen Zeit gefallen. Die engen, moosbedeckten Kopfsteinpflasterstraßen schlängeln sich zwischen alten Steinhäusern hindurch, in deren Innenhöfen Orangenbäume blühen. Eine spektakuläre Küstenlinie lädt zum Entdecken ein. Hier scheint sich das Leben kaum verändert zu haben, und wer durch die stillen Straßen schlendert, hört vielleicht das Echo vergangener Jahrhunderte.

Der Ort ist am besten morgens zu erkunden, wenn der Nebel noch in den Hügeln hängt und die Szenerie eine fast mystische Atmosphäre verleiht. Erreichbar ist er über die kurvenreiche, aber landschaftlich spektakuläre LP-114.

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3. Puerto de Puntagorda – Ein Piratenversteck mit 426 Stufen

Wer bereit ist, sich auf ein kleines Abenteuer einzulassen, sollte Puerto de Puntagorda besuchen. Über 426 Treppenstufen führen hinab in eine Felsenbucht, in der sich einst Piraten versteckten und heute kleine Höhlenhäuser als Wochenenddomizile dienen. Das kleine, natürliche Meerwasserschwimmbecken bietet eine perfekte Erfrischung nach dem Abstieg, und wer sich mit Einheimischen unterhält, erfährt vielleicht die eine oder andere alte Seeräubergeschichte.

Beste Besuchszeit ist der Sommer, wenn das Meer ruhig ist und die Sonne die Felsen in warme Farben taucht. Der Abstieg beginnt in Puntagorda und ist nur zu Fuß möglich.

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4. Kulturpark La Zarza y La Zarcita – Die Zeichen der Ureinwohner

Tief im dichten Wald des Nordens verborgen, findet sich eine der geheimnisvollsten Stätten La Palmas. Die Höhlengravuren von La Zarza und La Zarcita sind Jahrhunderte alt, ihre Bedeutung ist bis heute nicht vollständig entschlüsselt. Spiralförmige Muster, eingeritzte Linien und rätselhafte Symbole zieren die Felsen – ein Zeugnis der Benahoaritas, der Ureinwohner der Insel. Der dichte Wald, der diesen Ort umgibt, verleiht ihm eine fast spirituelle Atmosphäre.

Am beeindruckendsten ist ein Besuch in den frühen Morgenstunden, wenn der Nebel noch zwischen den Bäumen hängt und die Sonne langsam durch das dichte Blätterdach bricht. Die Stätte ist über die LP-1 gut erreichbar, von einem kleinen Parkplatz führt ein kurzer Spaziergang in den Wald.

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5. Cueva Colorada – Das geheime Höhlenwunder

Tief in den Berghängen verborgen liegt die Cueva Colorada, eine Höhle, die mit ihren intensiv roten und ockerfarbenen Felswänden wie ein Gemälde der Natur wirkt. Nur wenige kennen diesen Ort, und es gibt keine offiziellen Wegweiser dorthin. Wer sie findet, wird mit einer Szenerie belohnt, die wie aus einer anderen Welt wirkt.

Beste Besuchszeit ist der späte Vormittag, wenn das Sonnenlicht die Höhle in leuchtenden Farben erstrahlen lässt. Erreichbar ist sie nur mit Insiderwissen oder einem ortskundigen Guide.

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6. Bosque de Los Tilos – Ein Märchenwald voller Leben

Der Bosque de Los Tilos ist ein grünes Juwel, ein Relikt aus einer Zeit, in der Laurisilva-Wälder Europa bedeckten. Moosbewachsene Äste, riesige Farne und versteckte Wasserfälle schaffen eine Szenerie, die direkt aus einem Märchen stammen könnte. Einheimische kommen hierher, um die Ruhe zu genießen und die scheuen Lorbeertauben zu beobachten, die in den Baumkronen leben.

Frühmorgens ist die beste Zeit, wenn die Natur noch ungestört ist und der Wald in magisches Licht getaucht wird. Die Anfahrt erfolgt über eine gut ausgebaute Straße, von einem Besucherzentrum aus führen Wanderwege in den Wald.

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7. Salinas de Fuencaliente – Weißes Gold auf schwarzer Lava

Die Salinen von Fuencaliente sind ein spektakulärer Kontrast aus Schwarz und Weiß. Während die Salinen in blendendem Weiß leuchten, erinnert die umliegende Landschaft an eine surreale Vulkanwüste. Das Restaurant Jardín de la Sal serviert frisch gefangenen Fisch mit Salz aus den eigenen Becken – ein Geheimtipp für Feinschmecker.

Zum Sonnenuntergang ist dieser Ort besonders eindrucksvoll, wenn die tiefstehende Sonne die Salzbecken in rosa und goldene Töne taucht. Die Salinen sind gut über die LP-207 erreichbar.

8. Unterwasser-Friedhof bei Fuencaliente – Ein Gedenkort in der Tiefe

In 16 Metern Tiefe befindet sich ein Ort, der selbst erfahrene Taucher beeindruckt. Der Unterwasser-Friedhof von Fuencaliente besteht aus Steinkreuzen, die 40 Märtyrern gewidmet sind und in der Dunkelheit des Ozeans eine fast sakrale Wirkung entfalten.

Der beste Zeitpunkt für einen Tauchgang ist bei ruhiger See und guter Sicht. Der Spot ist nur mit einem zertifizierten Tauchführer erreichbar.

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9. Cuevas de Belmaco – Die ältesten Spuren der Insel

Die Cuevas de Belmaco gehören zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten der Kanaren. Diese Höhlen waren einst das Zuhause der Ureinwohner, und an ihren Wänden finden sich rätselhafte Petroglyphen, die vermutlich religiöse oder astronomische Bedeutung hatten. Der umgebende Wald verstärkt die geheimnisvolle Atmosphäre dieses uralten Ortes.

Ein Besuch lohnt sich besonders früh morgens, wenn der Wald noch in Stille gehüllt ist. Die Anfahrt erfolgt über die LP-2, ein kurzer Fußweg führt zu den Höhlen.

Große Höhle von Belmaco
Große Höhle von Belmaco

10. Playa de Nogales – Der geheime schwarze Strand

Während viele Touristen die bekannten Strände der Insel besuchen, kennen Einheimische einen ganz besonderen Ort: Playa de Nogales ist ein wilder, schwarzer Sandstrand, eingerahmt von steilen Klippen. Hier rauschen die Wellen des Atlantiks ungebändigt an die Küste, und oft ist man völlig allein mit der Natur.

Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist der Morgen, wenn das Licht die Klippen in warmen Tönen leuchten lässt. Die Anreise erfolgt über eine steile Straße, von einem Parkplatz führt ein Pfad hinab zum Strand.

Playa de Nogales
Playa de Nogales

Top 10 Geheimtipps auf La Palma – Die Orte, die nur Einheimische kennen

Diese zehn Geheimtipps zeigen das wahre La Palma – eine Insel voller unentdeckter Wunder, die darauf warten, erkundet zu werden. Wer sich auf die Suche macht, wird belohnt mit Orten, die Geschichten erzählen und die Magie der Insel in ihrer reinsten Form offenbaren.


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